Wie haben es geschafft aus der Spielgruppe Karlsruhe und Umgebung zwei Autos zu organisieren um uns am Samstag Morgen mit insgesamt 7 Personen auf nach Zürich zum Turnier zu machen. Beide Fahrten runter verliefen problemlos und nach einer kurzen Parkplatzsuche, sind wir im Parkhaus untergekommen.
Das Two Moons als Ort des Turniers ist ein, für mich, beeindruckend großer Spieleladen mit Fokus auf Kartenspiele.
In meiner
ersten Runde spielte ich meine Sabbat-Hecata (
https://vdb.im/decks/87b00bba0 ).
Das Deck lief soweit ganz gut, wenn auch nicht ganz wie ich mir vorgestellt hatte.
Ich bekam alle meine Vampire, also alle 4 raus, und schaffte es mein Prey zu ousten.
Allerdings litt ich an einem Mangel an guten Stealth respektive-Block-Fails weshalb mich die "Karl Schreckt"-Wall (Milan) in meinem Rücken letztlich erwischte. Immerhin bekam ich noch einen VP raus.
Zwischen den Runden ging ich dann Essen jagen, und nachdem wir einfach ein Restaurant nicht sahen, keine Ahnung wie nicht, endeten wir in einem Laden für italienische Spezialitäten, wo es eine handgemachte Pinsa mit aller frischsten Zutaten (Mortadella, Tomaten und Käse) für mich gab. Auch wenn ich ein wenig überfordert damit war mir die zusammenzustellen - der Chef war allerdings geduldig und hilfreich. Es war nicht billig, aber es war die beste Pinsa meines Lebens!
In meiner
zweiten Runde spielte ich mein Sabbat-Spectral Servitor Schwarm (
https://vdb.im/decks/8ad233289 ).
Ich konnte sehr schnell meinen ersten Vampir rausbekommen, und sobald mein erster Vampir da war (Peter mit Blood Doll) und überrollte mein Prey innerhalb von weniger als einer halben Stunden. Da sich Peter erst mit El Monsenor zusammentat und dann mit Aitiana (mein ich). Ich hatte pro Zug in der Regel vier bis sechs Minions und auch mein Grand Prey war schnell fertig.
Was dann das Problem brachte das Nergal als Predator zuvor schon fast keinen Druck bekommen hatte und ich nun keine Möglichkeit etwas zu deflecten. Weshalb ich dann mit 2 VP herausging.
Ich schaffte es mit den 3 VP und etwas Glück
ins Finale.
Als Deck holte ich natürlich meinen Servitor Schwarm und hatte erstmal keine Wahl beim Table Dance. Zwischen mich und Stanislava setzte sich Nergal und ich überlegte mir das es schlimmere Predatoren gibt. Das sich Karl Schrekt als mein Prey platzierte machte mir durchaus nicht wenig Sorge. Allerdings wählte dann der Erstplatzierte mit seinem Ministry Stealth-Bleed Deck Karl als Prey und mich als Predator. Was für mich gefühlt ein kleiner Jackpot war, weil ich zwar davon ausgegangen bin das er einige Reductions (Party out of Bond) hat, aber für einen ganzen Schwarm von Bleeds das nur so und so viel bringt.
Meine Start-Crypt war: Azucena, Parijat, Sakura, Sakura
Mit Platz 1 beschloß ich als erstes Azucena rauszuschieben, auch wenn sie keine Gifts von the Here After verteilen kann ist die Option bouncen zu können einfach zu nett. Danach kam Sakura und abschließend Parijat. Ich hatte noch mit Wider View eine Sakura und iirc eine Aitana gegen einen Monsenor getauscht, brachte diesen jedoch nicht mehr heraus.
Ich schaffte es jeden Zug, zumindest am Anfang, soviele Servitors wie ich Minions hatte raus zu bringen und die allermeisten der Bleeds gingen durch. Das heißt zwei wurden reduziert, aber der Rest lief einfach. Letztlich konnte ich dann mein Prey mit einem Shroud of Decay plus einem kleinen Bleed rausnehmen.
Da es mein erstes Finale war, ich mir ein wenig unsicher war ob ein VP reichte, und weil ich einfach nicht gewohnt war nicht aggressiv zu spielen presste ich zunächst mit meiner vollen Macht gegen Karl. Was mich beinahe um Kopf und Kragen gebracht hätte und ich beschloss zu schauen ob ich nicht mit ein bis zwei Verteidigungs-Spectrals überleben konnte.
Ein Schlüsselpunkt war das ich Stanislava, als mein Grand Predator, sehr erfolgreich davon überzeugen konnte (respektive effektiv darum angebettelt habe) mir zweimal den einen Pool der Iron Fist abzugeben. Plus ich konnte sie überzeugen sämtlichen gestarteten Votes die mir geschadet hätten selber nieder zu voten. Was eine Reins of Power war, die mich fast flat geousted hätte und eine Banishment wo ich erfolgreich einbrachte eine Horde zu versenken anstelle meiner Sakura.
Das Spiel wurde dann nochmal eng weil ich dank eines weiter geleiteten Bleed von Stanislava durch Nergal auf 1 Pool runter gegangen bin. Was Angesichts der Contagion für mich der oust gewesen wäre.
Ich schaffte es dann mit sehr viel Glück und so der letzten Sekunde in einen TimeOut zu gehen.
Womit ich meinen ersten Turniersieg auf einem "richtigen" also Vorort Turnier eingefahren hatte! YAY!
Wobei ich auch sehr überrascht war das der Finaltisch ganze 3 Karlsruher hatte. Also ein Mitfahrer von mir (Nergal) und der Spieler der Stanislava.
Meine Mitspieler und auch Nergal gratulierten, es gab Preise, das entsprechende Foto und wir machten uns auf den Heimweg. Der etwas erreignisreicher war als die Hinfahrt. Zunächst merkte ich in der Garage am Auto das mein Rucksack noch im Laden war und damit ging es auf kurz davor parken, reinhupfen, Rucksackretten. Während eine riesige Menge Menschen für ein Tream Konzert anstanden.
Auf der Rückfahrt platzte dann noch ein Reifen. Worauf ich lernte das ich kein Ersatzreifen dabei hatte und sich herausstellte das das Reifenreparaturset nicht nutzbar war weil der Zigarettenanzünder tot war. Über Notrufsäule wurde dann das Schweizer-Gegenstück vom ADAC informiert, der Wagen in eine Werkstatt geschleppt wo man uns recht schnell ein neues Rad drauf machte! (halt für Geld, aber jetzt auch nicht absolut zu viel Geld... billig war es dennoch nicht).
Mit der Unterbrechung ging es dann weiter, nur das wir halt etwa 2 Stunden später ankamen.